Odenwälder Journal

Informationen: Die AWO Hessen-Süd ist ein Spitzen- verband der Freien Wohlfahrtp:ege mit rund 18.000 Mitgliedern in 19 Kreisverbänden und 200 Ortsverei- nen. Sie unterhält an über 100 Stand- orten in Mittel- und Südhessen sowie im Rhein-Main-Gebiet Betriebe und Einrichtungen der Altenhilfe, der Kin- der-, Jugend-, Frauen- und Familien- hilfe sowie der Behindertenhilfe mit rund 3.000 Beschäftigten. Generalbe- vollmächtigter der AWO Hessen-Süd und ihrer Gesellschaften ist Torsten Hammann. Die AWO Hessen-Süd ist ein wertegetragener Verband. Leit- sätze und Leitbild sind Grundlage für das eigene Handeln. Die Grundwerte der AWO lauten Solidarität, Toleranz, Freiheit, Gleichheit und Gerechtig- keit. Mehr über die Leitsätze und Ge- schichte der AWO Hessen-Süd erfah- ren Sie unter http://www.awo- hs. org/ueber-uns/geschichte-leitsaetze- der-awo/ E-Concept hat sich seit 1999 bis heute von einem Ein-Mann-Betrieb für Photovoltaik und Elektrotechnik zu einem innovativen zu- kunftsorientierten Unternehmen mit aktuell rund 80 Beschäftigten an den Standorten Brensbach, Erbach und Mannheim entwi- ckelt. Der mittelständische Handwerksbe- trieb hat sich dabei auf die Bereiche Energie, Gebäudetechnik und Photovoltaik spezia- lisiert. Zu den Kunden gehören sowohl Pri- vathaushalte als auch Gewerbe, Industrie, öZentliche Einrichtungen und Energieversor- ger. Kompetente Fachberatung und Service vor Ort sowie ein fairer und ehrlicher Um- gang mit den Kunden zeichnen das Unter- nehmen aus. Um auch langfristig die positive Entwicklung des Unternehmens zu fördern und personell weiterhin gut aufgestellt zu sein, setzt man auf Aus- und Weiterbildung. Aktuell sind vier Auszubildende in den Bereichen Gebäu- detechnik und Elektrotechnik beschäftigt. Auch in den kommenden Jahren werden Ausbildungsstellen angeboten, nicht zuletzt um dem regionalen Fachkräftemangel ent- gegenzuwirken. Das Brensbacher Unterneh- men zeigt sich zudem sehr engagiert bei dem Thema Weiterquali\zierung seiner Mitarbei- ter und steht Arbeitnehmern oZen gegen- über, die sich beru:ich umorientiert haben oder eine neue beru:iche Perspektive ins Auge fassen. So beschäftigt das Unterneh- men beispielsweise einen ehemaligen Koch, der sich in der Umschulung zum Anlagenme- chaniker be\ndet oder einen Elektriker, der gerade erfolgreich die Meisterprüfung zum Rohrnetzmeister abgelegt hat. Bei der Mit- VON JANA BRENDEL Brensbach. Bereits des Öfteren konnten sich die Teamleiter des Kommunalen Job-Centers (KJC) und der Arbeitgeber-und Personalser- vice (AGPS) der InA gGmbH – Integration in Arbeit von der Vielfältigkeit der Unterneh- men im Odenwaldkreis überzeugen. Bei den seit 2012 regelmäßig statt\ndenden Betriebsbesuchen werden sie nicht selten von den Entwicklungen und Innovationen re- gionaler Betriebe überrascht, wie auch beim Termin mit der Firma E-Concept GmbH in Brensbach. Andrea Poth, u.a. verantwortlich für Perso- nalthemen im Unternehmen, stellte den Innovatives Unternehmen mit Perspektiven für Arbeitnehmer Arbeit Gästen aus Erbach die eindrucksvolle Ent- wicklung der Firma vor und ging imGespräch sehr oZen auf die Anforderungen und Her- angehensweise bei der Personalsuche und –entwicklung ein. Genau diese Themen sind für die Mitarbeiter des Kommunalen Job- Centers und der InA gGmbH wichtig, um ihre Kunden bei der Vermittlung in Arbeit oder Ausbildung kompetent unterstützen zu können. Durch Einblicke in Unterneh- mensabläufe, Informationen zu Vorausset- zungen potenzieller Mitarbeiter und dem Kennenlernen der Firmenphilosophie kön- nen Arbeitsuchende aus dem Rechtskreis der Grundsicherung für Arbeitsuchende (SGB II) noch gezielter und nachhaltiger vermittelt werden. Interessierte Arbeitgeber \nden geeignete Auszubildende und Mit- arbeiter über den Arbeitgeber- und Personalservice des Kommunalen Job-Centers Odenwaldkreis, in Ko- operation mit der InA gGmbH - Inte- gration in Arbeit. Kontakt: Tel.: 06062 70-3932 oder E-Mail: arbeitgeberser- vice@ina-odw.de Informationen VON SVEN KLINGELHÖFER Frankfurt/Erbach . Das Bundesteilhabege- setz sieht vor, dass Menschen mit Behinde- rung darüber bestimmen können, wo und wie sie wohnen. Auch wo sie arbeiten oder wie sie betreut werden, sollen sie selbst entscheiden können. Um das zu gewährleis- ten, ist ein großer Teil der Behindertenhilfe in Hessen zentral organisiert, nämlich vom Landeswohlfahrtsverband (LWV). Kreise und kreisfreie Städte haben diese Aufgabe an ihn übertragen. Jetzt gibt es aber Pläne, diese an die Sozialämter zu geben. Dagegen formiert sich Widerstand. So warnt die Arbeiterwohlfahrt (AWO) in ei- ner Mitteilung vor einer Verschlechterung der Situation für Menschen mit Behinderung, wenn diese Überlegungen in die Tat umge- setzt würden. Die AWO befürchtet, dass es je nach Finanzkraft und politischer Mehrheit sogar zu einer „Behindertenhilfe nach Kas- senlage“ kommt. „Wenn der Kämmerer nach aktueller Kassen- lage über die Höhe der Ausgaben für Men- schenmit Behinderung entscheidet, gerät die AWO warnt vor Zerschlagung der Behindertenhilfe Soziales Behindertenhilfe in Schie:age. In der einen Region könnte weniger Unterstützungsleis- tung erbracht werden, als nebenan. Damit wäre die Gleichwertigkeit der Lebensverhält- nisse von Menschen mit Behinderung und die Teilhabe an der Gesellschaft in Gefahr“, warnt AWO Generalbevollmächtigter Torsten Hammann und fordert: „Menschen mit Be- hinderung sollen weiterhin ihren Wohn- und Lebensort genauso selbst wählen können, wie jeder andere auch“. Der Kritik schließt sich auch der Geschäfts- führer der AWO Integra, Michael Albers, an: „Ohne den LWV werden neue Projekte, wie zum Beispiel dezentrale Wohnformen für Menschen mit Behinderung erschwert. Auch ist fraglich, wie schnell die notwendige Fachlichkeit und Kompetenz der 1.200 LWV Mitarbeiter in den Verwaltungen der Land- kreise aufgebaut werden könnte. Das wird aller Voraussicht nach erhebliche \nanziel- le Mittel und lange Zeit beanspruchen. Dies gilt insbesondere auch im Hinblick auf die anstehenden Veränderungen durch das Bun- desteilhabegesetz“, gibt Albers zu bedenken. „Wir setzten uns klar für den Erhalt des LWV und den Verbleib der Behindertenhilfe in Ausgezeichnete Händehygiene „Aktion Saubere Hände“ zeichnet Kreiskrankenhaus Erbach mit Bronze-Zerti<kat aus Gesundheit VON TANJA KOCH Erbach. Die richtige Händehygiene ist ein entscheidender Faktor, um die Verbreitung von Keimen zu vermeiden. Für die einge- führten Qualitätsstandards und konsequent durchgeführteMaßnahmen zur Händedesin- fektion hat die „Aktion Saubere Hände“ dem Kreiskrankenhaus Erbach das Bronze-Zerti\- kat verliehen. Diese Urkunde bescheinigt die erfolgreiche Umsetzung der Aktion mit einer Gültigkeit für 2018 und 2019. Zielsetzung der Kampagne ist die Optimie- rung des Arbeitsumfeldes des Krankenhaus- personals hinsichtlich der Verfügbarkeit von Händedesinfektionsmittel und die Verbesse- rung der Patientenversorgung durch Reduk- tion von Krankenhausinfektionen, insbeson- dere durch Verhinderung der Übertragung von Infektionserregern. Voraussetzung für eine erfolgreiche Zerti\zierung ist u. a. die Erfassung der Anzahl der Händedesinfekti- onsspender und des Verbrauchs des Desin- fektionsmittel auf den Stationen. Ebenfalls Bestandteil und Voraussetzung für die Zerti- \zierung sind regelmäßige Schulungen und Aktionstage, die für Mitarbeiter ebenso wie für Patienten und Besucher angeboten wer- den. So fand 2017 ein Aktionstag im Foyer des Gesundheitszentrums statt, der von Besu- chern gut frequentiert war. Hier konnten die beiden Hygienefachkräfte Susann Quest und Tina Brunner die korrekte Händedesinfektion demonstrieren und informieren, warum die- se Maßnahme so wichtig für die Patientensi- cherheit ist. Die WHO hat in ihrer aktuellen, weltwei- ten Kampagne „Clean care is safer care“ die Verbreitung von eZektiven Maßnahmen zur Verbesserung der Händehygiene als eines der vorrangigen Zielen zur Erhöhung der Patientensicherheit genannt. Die darauf ba- sierende Kampagne „Aktion saubere Hände“ wurde am 1. Januar 2008 in Deutschland mit Unterstützung des Bundesministeriums für Gesundheit, vom Nationalen Referenz- zentrum für Surveillance von nosokomialen Infektionen (NRZ), dem Aktionsbündnis Pa- tientensicherheit e.V. (APS) sowie der Gesell- schaft für Qualitätsmanagement in der Ge- sundheitsversorgung e.V. ins Leben gerufen. Derzeit beteiligen sich deutschlandweit 1069 Krankenhäuser und Kliniken mit Frühreha- bilitation an der Aktion. Infos: www.aktion- sauberehaende.de << Gesundheitszentrum Odenwaldkreis GmbH Albert-Schweitzer-Str. 10 - 20 64711 Erbach - Tel.: 06062 - 79-0 E-Mail: info@gz-odw.de Internet: www.gz-ode.de Informationen Nach dem o)enen Informationsaustausch führte Andrea Poth (rechts) die Mitarbeiter des KJC und des AGPS über das Firmengelände in Brensbach und beantwortete weitere Fragen zum Betriebsablauf. Kommunales Job-Center und Arbeitgeber- und Personalservice der InA gGmbH besuchen die E-Concept GmbH in Brensbach arbeitersuche geht E-Concept unterschied- liche Wege. Ein neuer Ansatz könnte auch die Zusammenarbeit mit dem Kommunalen Job-Center und dem Arbeitgeber- und Perso- nalservice der InA gGmbH sein. Der Odenwaldkreis nimmt seit 2005 die Auf- gaben der Grundsicherung für Arbeit (SGB II) in alleiniger Zuständigkeit als zugelasse- ner kommunaler Träger wahr und hat hier- zu das Kommunale Job-Center gegründet. Das Kommunale Job-Center arbeitet sehr eng und konstruktiv mit den regionalen und überregionalen Beteiligten des örtlichen Ausbildungs- und Arbeitsmarktes zusam- men, insbesondere mit den Anbietern von Eingliederungsmaßnahmen und Trägern der freien Wohlfahrtsp:ege. So auch mit der Kreistochter InA gGmbH, die das Kommu- nale Job-Center im Rahmen einer Dienstleis- tungsvereinbarung bei der Integration von SGB II-Kunden in Arbeit bereits seit mehreren Jahren sehr erfolgreich unterstützt. So ist der Arbeitgeber- und Personalservice der InA gGmbH Ansprechpartner für arbeit- suchende Kunden des Kommunalen Job- Centers und regionale Unternehmen mit Personalbedarf gleichermaßen und kann bei- de Zielgruppen optimal zusammen bringen. Egal ob es darum geht kurzfristig oZene Stel- len zu besetzen oder Auszubildende zu ver- mitteln, der AGPS kann auf eine Vielzahl von Arbeitsuchenden unterschiedlicher Fachrich- tungen zugreifen, kennt die Bewerber per- sönlich und kann deshalb gut einschätzen, inwieweit ein Kandidat zum Unternehmen passt – fachlich und persönlich. Eine Arbeitsaufnahme kann zudem durch Förderungen des Kommunalen Job-Centers, wie beispielsweise Bildungsgutscheine oder der Gewährung von Langzeitpraktika im Rahmen von Einstiegsquali\zierungen, un- terstützt werden. Die Abstimmungen hierfür übernimmt ebenfalls der Arbeitgeber- und Personalservice in Zusammenarbeit mit den jeweiligen Vermittlungscoachs des Kommu- nalen Job-Centers. Regionale Unternehmen nehmen die Leistungen des AGPS gern in Anspruch. Auch Andrea Poth kann sich vor- stellen, bei Bedarf das Angebot des Kommu- nalen Job-Centers und der InA gGmbH für E-Concept zu nutzen. << AWO Generalbevollmächtigter Torsten Hammann: „Wir setzten uns klar für den Erhalt des LWV und den Verbleib der Behindertenhilfe in zentraler Hand ein. Damit erreichen wir eine optimale Unterstützung und gesellschaftliche Teilhabe für Menschen mit Behinderungen.“ (Foto: Sven Klingelhöfer) Landeswohlfahrtsverband soll zuständig bleiben zentraler Hand. Damit erreichen wir eine op- timale Unterstützung und gesellschaftliche Teilhabe für Menschen mit Behinderungen. Das gilt für den Odenwald aber auch für ganz Hessen“, so Hammann abschließend. Der Hessische Städtetag hat gefordert, die Behindertenhilfe auf die kreisfreien Städte und Landkreise zu verteilen und den LWV damit aufzulösen. Der Hessische Landtag entscheidet in den nächsten Monaten, wie die Behindertenhilfe in Hessen künftig orga- nisiert werden soll. << Aktionstage mit Infos und Anleitung zur korrekten Händedesinfektion, wie Ende Oktober 2017, [nden regelmäßig statt.

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